Wie viel Tod vertrage ich?

(Selbst-)Fürsorge bei der Verarbeitung von Sterben und Tod im beruflichen Umfeld

Seminarnummer: 8700

Förderprogramm Fachkurse Baden-Württemberg
Für dieses Seminar können Teilnehmende mit Wohn- oder Arbeitsort in Baden-Württemberg eine Förderung bis zu 50% der Seminargebühr erhalten ... weitere Infos.

Menschen zu retten, Sie zu heilen oder in Krankheiten zu pflegen ist beruflicher Alltag von Menschen in Heil-, Pflege- oder Rettungsberufen. Es ist nicht leicht Menschen sterben zu sehen, sie nach oder während des Versterbens zu bergen und zu versorgen. Trauernden Angehörigen zu begegnen und mit ihren Reaktionen umzugehen, gehören ebenso zu den psychisch stark belastenden Situationen. Es wird erwartet, dass Menschen, die in diesen Berufsfeldern arbeiten, mit solchen Situationen professionell umgehen können und belastende Eindrücke bewältigen. Gleichzeitig sind das Sterben und der Tod Tabuthemen am Arbeitsplatz und privat. Man spricht nicht gerne öffentlich darüber. Aussagen wie zum Beispiel „Das darfst Du nicht zu nah an dich ranlassen?“, „Das muss jede/r mit sich selbst ausmachen!“ oder „Man kann nicht mit jedem (mit)sterben!“ weisen darauf hin.

Was tun, wenn Sterben und Tod Teil der Arbeit sind?
Wie erlebe und verarbeite ich das? Kann man den Umgang damit lernen? Im Seminar werden die verschiedenen Arbeitskontexte durch die berufliche Erfahrungen, Beispiele und Fragen und Wünsche der TN thematisiert. Dabei werden der Arbeitsplatz, die Arbeitsorganisation und Arbeitsabläufe ebenso bearbeitet wie der beruflich gestaltete Umgang der einzelnen damit. Leitfragen dabei sind u.a.: Was/Wer hilft mir bisher? Welche Unterstützung brauche ich? Wie werden Hilfe und Unterstützung Teil des beruflichen Settings?

Ziele und Methoden
Impulsreferate, Analysen, Klein- und Großgruppenarbeit, kreative und meditative Elemente unterstützen die momentane Bestandsaufnahme. Dadurch werden Ressourcen und Hilfen nutzbar für den beruflichen Alltag. Anregungen für die arbeitsorganisatorische Gestaltung und Rituale für den einzelnen und Teams werden erarbeitet.

Block 1
Die eigenen Kompetenzen stärken im beruflichen Umgang mit dem Tod. Arbeitsumfeld und Arbeitsabläufe analysieren nach hilfreichen und belastenden Elementen. Der Austausch beruflicher und persönlicher Erfahrungen, die eigenen Fragen, Widerstände, Ängste, Bedürfnisse und Wünsche bekommen Raum.

Block 2
Dem Leben dienen, vom Sterben reden: Vom natürlichen und unverkrampften Umgang mit dem Sterben im beruflichen Alltag. Was hat sich seit dem ersten Block verändert? Wie lässt sich eine Arbeitskultur der Achtsamkeit und Sensibilisierung für die TN in ihren Arbeitswelten umsetzen? Ressourcen und Zielformulierungen.

Voraussetzungen
Bereitschaft zur Gruppenarbeit. Mut eigene Erfahrungen einzubringen und zu reflektieren.

Zielgruppen
Menschen, die im beruflichen Kontext mit dem Sterben und dem Tod von Menschen konfrontiert sind: Rettungskräfte, Polizisten, Feuerwehrleute, Pflegekräfte in Krankenhäusern und Seniorenheimen, Mediziner, Sterbebegleiter, Hospizmitarbeiter, Seelsorger, Bestatter...
Das Seminar richtet sich auch an Personalverantwortliche, Führungskräfte und Multiplikatoren von Einrichtungen, in denen die oben genannten Berufsgruppen arbeiten.

Das Seminar ist keine Trauergruppe, sondern eine Weiterbildung für alle, die sich vor dem Hintergrund ihrer beruflichen Situation reflektieren und Anregungen zur Stärkung ihrer Arbeitsfähigkeit im anspruchsvollen Kontext helfender Berufe.

Hinweis

Seminargebühr bei Teilbuchung (jeweils plus Ü/V):

Pro Termin bei Einzelbuchung (jeweils zzgl. Ü/V)

  • € 345 pro Person

Informationen

Veranstaltungsort:

Odenwald-Institut der Karl Kübel Stiftung

Tromm 25, 69483 Wald-Michelbach

Seminargebühr:

  • 600,00 pro Person

Leistungen:

  • zzgl. Ü/V: € 75,00 (EZ), € 59,50 (DZ) pro Tag

Eine Ratenzahlung wird angeboten.

Wir empfehlen eine Seminar-Versicherung.

Anmeldung

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