Symposion Beziehungskultur – Ego-Kult – Narzissmus

Bedürfnisse und Ursachen, Folgen und Chancen

Seminarnummer: 9090

 

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Von Geburt an haben wir Menschen das Bedürfnis, enge und von intensiven Gefühlen geprägte Beziehungen aufzubauen. Diese sind die Grundlage, um sich zu einer ausgeglichenen und selbstsicheren Person zu entwickeln. Wir wissen zudem um die Bedeutung von Peergroups im Jugendlichenalter, die mit zur sozialen Orientierung beitragen, beim Loslösungsprozess von den Eltern ebenso unterstützen wie bei der Bildung einer Ich-Identität.
Soziale Unterstützung ist auch in Erwachsenenbeziehungen von zentraler Bedeutung, etwa durch Freunde, den nachbarschaftlichen Zusammenhalt im Quartier, die Zugehörigkeit zur (Kirchen-)Gemeinde oder zum Verein.

Dennoch scheinen reale Begegnungen und gelebtes Miteinander an Bedeutung zu verlieren. Wir kommunizieren weniger von Angesicht zu Angesicht sondern eher am PC oder Handy mit unseren Followern.
Die Aufmerksamkeit richten wir verstärkt auf uns selbst, das Ego wird zum Kult-Objekt, das Selbst optimiert. Mit Medikamenten zur kognitiven Leistungssteigerung sollen sich neue Potenziale ergeben, Schritte und Kalorien werden gezählt, dazu Herzschlag und Blutdruck gemessen sowie Tiefschlafphasen überwacht. Im Fernsehen überbieten sich Paare in der Gestaltung ihrer Traumhochzeit oder der Kindererziehung … Das eigene Leben wird dokumentiert, in Kurven dargestellt oder aufgezeichnet – und gepostet.
Der Mensch, so scheint es, befindet sich im Wettbewerb mit sich selbst und mit anderen.

Vielleicht sind mangelndes Selbstwertgefühl und der vielzitierte Narzissmus Ursache und zugleich Konsequenz aus der intensiven Beschäftigung mit Ego, Selbstoptimierung und Ego-Marketing. Gestalten wir uns selbst, um uns besser vermarkten zu können, oder weil uns die Welt in ihrer Komplexität nicht mehr gestaltbar erscheint?

Die Themen

  • Verantwortung für das Leben übernehmen, wie geht das?
  • Selbstoptimierung oder Selbstakzeptanz – müssen diese zwangsläufig Gegensätze sein? Und was bringt uns privat und persönlich weiter?
  • Welche Beziehungen erfüllen uns und was können wir tun, um privat und beruflich erfüllte Beziehungen zu führen?
  • Was bedeutet Lebenskunst für unser Leben?
  • Wie kommen wir mit Selbstdarstellern und Narzissten zurecht?

Referentinnen/Referenten

  • Dr. Julia Berkic: Die Bedeutung von Bindung und Beziehung von der frühen Kindheit bis zum Erwachsenenalter.
  • Dr. Diana Lindner: Optimierte Lebensführung
  • Georg Milzner: Wir sind überall, nur nicht bei uns.
  • Porf. Dr. Bernhard Schmitz: Lebenskunst: Was ist das? Und wie können wir sie fördern?
  • Dr. Bärbel Wardetzki: Narzissmuss und wie wir mit Selbstdarstellern und Narzissten besser zurecht kommen.

Hinweise

  • Die Anerkennung der Veranstaltung ist bei der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg (LPK BW) beantragt.
  • Speisen und Getränke sind im Preis inbegriffen.

Übernachten in Weinheim

 

Hotels Weinheim (Auswahl).pdf

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Die Hotels um den Weinheimer Marktplatz sind von der Stadthalle aus zu Fuß ca. 15 Minuten entfernt.

Alternativ empfehlen wir das NH Hotel Weinheim. Dieses liegt etwas außerhalb, mit Bus und Bahn ist die Stadthalle allerdings gut zu erreichen.

Informationen

Veranstaltungsort:

Stadthalle Weinheim

Birkenauer Talstraße 1, 69469 Weinheim

Seminargebühr:

  • 200,00 pro Person
  • 150,00 ermäßigt, für Studierende und Rentner*innen

Leistungen:

  • inkl. Speisen und Getränke
  • inkl. Abendprogramm
  • inkl. Pausenverpflegung

Wir empfehlen eine Seminar-Versicherung.

Anmeldung

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