Menschenwürde und Scham

Seminarnummer: M1707

Scham ist eine sehr schmerzhafte, oft „übersehene“ Emotion, die in jeder Arbeit mit Menschen akut werden kann. Beispielsweise in der

  • Erziehung oder Schule: wenn Kinder und Jugendliche sich für ein Scheitern schämen
  • Alten- und Hospizarbeit: bei der Pflege intimer Körperregionen oder wenn schambehaftete Erfahrungen erinnert werden
  • sozialen Arbeit: wenn Menschen sich ihrer Arbeitslosigkeit schämen
  • psychologischen Beratung oder Therapie: wenn Klientinnen/Klienten sich ihrer psychischen Probleme schämen oder dafür, dass sie missbraucht wurden.

Weil Schamgefühle so schwer erträglich sind, werden sie häufig abgewehrt: etwa indem Hilfsangebote brüsk abgelehnt werden; durch Trotz, Wut oder Depression.

Verletzbare Bereiche eines anderen Lebens zu berühren ist auch eine persönliche Herausforderung, weil die eigene Scham-Geschichte dabei geweckt werden kann. Umso mehr dann, wenn die Anerkennung für diese Arbeit (z.B. aufgrund der beruflichen Strukturen) ausbleibt.

Daher ist es für alle, die mit Menschen arbeiten, wichtig, Scham zu erkennen, zu verstehen und konstruktiv mit ihr umgehen zu können. Denn obschon Scham schmerzhaft ist, hat sie auch positive Aufgaben: sie ist, so Leon Wurmser, „die Hüterin der menschlichen Würde“. Dies wird im Seminar erarbeitet.

TIPP:
Auf Wunsch entwickeln wir für Ihre Organisation / Ihr Team ein maßgeschneidertes Seminarangebot. Möglicherweise stellen Sie fest, dass viele unserer Kursthemen für Sie und Ihr Team interessant und wichtig wären. Ein Themen- und Trainingsmix könnte die Lösung sein.
Bitte sprechen Sie uns an. Gerne entwickeln wir für Sie das inhaltlich und hinsichtlich der Zeitstruktur passende Angebot.

Ansprechpartnerin

Melanie Gehring-Weigele

Telefon: +49 (0)6207 605-112

Seminarort

InHouse in Ihren Räumlichkeiten oder im Odenwald-Institut

Seminargebühr

Abhängig von der Anzahl der Teilnehmer/innen und der Seminartage

Termine

Termine auf Anfrage.