Bindung und Trauma

Co-Regulation und Selbst-Regulation durch korrigierende Beziehungserfahrungen

Seminarnummer: 9139

Förderprogramm Fachkurse Baden-Württemberg
Für dieses Seminar können Teilnehmende mit Wohn- oder Arbeitsort in Baden-Württemberg eine Förderung bis zu 50% der Seminargebühr erhalten ... weitere Infos.

„Positive Bindungen geben Kindern ein Gefühl der inneren Sicherheit. Sichere Bindungen ermöglichen die Stressregulation und damit auch Steuerungsprozesse wie die Aufmerksamkeitssteuerung, die Impulskontrolle, die Frustrationstoleranz oder auch die Fähigkeit, vorrausschauend zu denken und zu handeln.

Kinder und Jugendliche mit hochunsicheren Bindungserfahrungen dagegen entwickeln auf der körperlichen, der seelischen und der sozialen Ebene vielfältige Entwicklungsstörungen. In ihrer  Beziehungsgestaltung wirken sie abweisend oder ambivalent, unflexibel oder unabsehbar wechselhaft, erstarrt oder auch hochgradig emotional außer sich. Bezugspersonen von bindungstraumatiserten Kinder und Jugendlichen sehen sich der Herausforderung gegenübergestellt, stabile, haltgebende und einschätzbare Beziehungsangebote anzubieten sowie durch eine Co-Regulation eine Entwicklung der Selbstregulation anzuregen. Bindungsorientierte pädagogische Arbeit unterstützt Mädchen und Jungen dabei zu erfahren, dass sie nicht alleine sind, dass sie die Fähigkeit in sich tragen, Verbindungen einzugehen.

Inhalte

  • Grundlagen der Psychotraumatologie und der Bindungstheorie sowie Grundhaltungen bindungsorientierter Arbeit
  • Das Empfinden von Sicherheit als physiologischer Zustand – die polyvagale Theorie und ihre  Bedeutung für pädagogische, beraterische, therapeutische Arbeit
  • Entängstigung und Entschämung als Voraussetzung für einen gelingenden Beziehungsaufbau
  • Förderung von Selbstregulation (durch Co-Regulation)
  • Umgang mit verborgenen Bindungsbedürfnissen und Symptomen hochunsicherer Bindung
  • Arbeit mit bindungsvermeidender oder bindungsverstrickter Kommunikation
  • Selbstanbindung, Selbstreflektion und Selbstregulierung der pädagogischen Fachkräfte

Methoden
Impulsreferate, Kleingruppen, bindungsorientierte Ballspiele (zum Verstehen von Bindungsdynamiken), Fallarbeit, Erfahrungsaustausch – Nutzen der Ressourcen der Teilnehmer/-innen, Übungen zur Selbstberuhigung und Stabilisierung

Zielgruppe
Fachkräfte in sozialpädagogischen oder psychosozialen Arbeitsfeldern, die mit  (bindungs-)traumatisierten Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Informationen

Veranstaltungsort:

Odenwald-Institut der Karl Kübel Stiftung

Tromm 25, 69483 Wald-Michelbach

Seminargebühr:

  • 360,00 pro Person

Leistungen:

  • zzgl. Ü/V: € 165,40 (EZ), € 134,40 (DZ)

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