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Coaching als Profession

Coaching als Profession — ein schulenübergreifendes Konzept

Ermutigung zum ganz eigenen Coachingstil

 

Was macht die Weiterbildung „Coaching als Profession“ besonders?

Nach vielen Jahren begeistert uns noch das Zusammenspiel von Systemischem Ansatz, Transaktionsanalyse und Tiefenpsychologie. Diese unterschiedlichen Ansätze ergänzen sich vortrefflich und bilden - wie gut aufeinander abgestimmte Zahnräder - ein methodisch ineinandergreifendes Angebot. Im unübersichtlich gewordenen Ausbildungsmarkt der Coachingwelt hebt sich das schulenübergreifende Konzept von der jeweils „reinen Lehre“ der verschiedenen Theorien ab und erhält eine didaktische Alleinstellung. So wird es möglich, der großen Vielfalt möglicher Coachingthemen ganzheitlich gerecht zu werden, auf den Ebenen des Denkens, Fühlens und Verhaltens wirksam anzusetzen und kreative Lösungsimpulse anzuregen.

Der Systemische Ansatz hilft, statt schneller Wertungen die Neugier auf die unterschiedlichen Konstruktionen von Wirklichkeit zu wecken. Um systemische Wechselwirkungen zu verstehen, Denkräume zu erweitern bietet er wunderbar prägnante Konzepte um das individuelle Erleben und Verhalten der Coachees im jeweiligen Kontext zu verstehen sowie Lösungsimpulse geben zu können. Der systemische Ansatz erweitert den Bezugsrahmen, in dem Menschen nach Lösungen suchen.

Die Transaktionsanalyse (TA) wiederum bietet eine Art „praktischer Psychologie“, um gegenwärtige Muster der Lebensgestaltung aus der jeweiligen Biographie, dem persönlichen Lebensskript verstehbar zu machen und Wege zum Ausstieg aus alten Mustern aufzuzeigen. Darüber hinaus stärkt sie die Fähigkeit von Coaches, die Beziehungsebene im Coaching feinsinnig zu gestalten. Sie ermutigt dazu, Gefühle professionell in den Coachingprozess einzubinden und als Kraftquelle für den/die Coachee nutzbar zu machen. Die TA gibt mit ihrem Konzept der Ich-Zustände den Coaches Orientierung, wie sie in konkreten Situationen beim Gegenüber Lösungsenergie stimulieren können.

Geht es im Coaching um die Suche nach einer sinnerfüllten Lebensplanung, können Träume, Imaginationen, der innere Genius, das Nutzen von Kreativität und Intuition sowie weitere Konzepte der Tiefenpsychologie für Coaches hilfreich sein, um eher unbewusste Sehnsüchte und Ressourcen ans Licht zu bringen und besprechbar zu machen.
 

Für wen ist "Coaching als Profession“ besonders empfehlenswert und was ist das Ziel?

Wir sprechen mit dieser Weiterbildung Menschen an, die berufsbegleitend oder privat nach Entwicklung suchen, Freude an Theorie und Praxis haben und Sicherheit im professionellen Umgang mit komplexen Systemen, persönlichen Lebensthemen und emotionalen Prozessen im Coaching anstreben.

Ziel der Weiterbildung ist, dass die Teilnehmenden am Ende des zweiten Jahres auf Grundlage der kennengelernten Landkarten und Methoden (maps und tools) ihre eigene Beratungskompetenz verfeinert haben und Gesprächsprozesse sicher steuern können – methodisch bewusst und intuitiv.

Wir bieten bewusst KEINEN Fahrplan zur vermeintlich besseren Orientierung an, keine konkreten Durchführungsanweisungen für den schrittweisen Ablauf eines Coachings, da dies Individuen und ihren unterschiedlichen Lebensbezügen nie gerecht werden kann. Jedes Coaching ist einmalig. Vielmehr ermutigen wir dazu, den ganz eigenen Coachingstil zu entwickeln, um auf diese Weise für die Vielfalt und Überraschungsmomente im Coaching gestärkt zu sein.
 

Welchen Mehrwert bietet die Kombination der drei Schulen im Coaching und könnt Ihr ein Beispiel nennen?

Alle drei Schulen vereinen in sich das humanistische Menschenbild, das die Wertschätzung der Ratsuchenden als ihre eigenen Expert*innen in den Mittelpunkt stellt. Coachees wird die Fähigkeit zugeschrieben, mit Hilfe des Coachs ihre jeweils ganz eigenen Lösungen zu finden. Der Coach ist nicht mehr der Experte, der für die Lösung verantwortlich ist, sondern er/sie steuert den Prozess auf für die Ratsuchenden hilfreiche Weise.

Systemische, transaktionsanalytische und tiefenpsychologische Konzepte miteinander zu kombinieren ermöglicht einen großen Variantenreichtum in der Gesprächsgestaltung. In der Vielfalt der schulenübergreifenden Aspekte liegt eine besondere Chance: Die Variationsmöglichkeiten eröffnen dem Coach eine wesentlich größere Auswahl an Interventionen und ressourcenorientierten Zugängen zu lösungsfokussierten Impulsen, als eine Schule allein es bieten kann. Dies stellt für alle Beteiligten einen großen Mehrwert dar.

Bei der Begleitung von Konflikten beispielsweise kann es sehr hilfreich sein, ein systemisches Konfliktverständnis, das auf dem zirkulär erfragten Verständnis unterschiedlicher Wirklichkeitserzählungen und dem Zusammenspiel der Akteure beruht, anzureichern mit der Kenntnis von konfliktträchtigen individuellen Spieldynamiken und dem Modell der Ich-Zustände der TA. Zusätzlich können biographisch geprägte Konfliktstrategien auch eindrucksvoll auf der Körperebene erfahren und auf diese Weise in Coachingprozesse eingebunden werden. Das Antreiberkonzept der TA kann beispielsweise ergänzend mit den Methoden des systemischen Genogramms exploriert werden und Hinweise auf unsere eigenen Einladungen in Konflikte geben: Welche sprechen wir aus, welche nehmen wir an?

C.G. Jungs Schattenkonzept bietet darüber hinaus eine gute Basis dafür, Konflikte auch tiefenspsychologisch zu beleuchten, systemisch mit der Methode des Reframings aufzubereiten und somit einem tieferen Verständnis und Veränderungsimpulsen zugänglich zu machen.

Alle vermittelten maps und tools lassen sich jedem Anliegen und Kontext maßgeschneidert anpassen und im Steuerungsprozess variieren.
 

Wie können Interessierte einen Eindruck von der Methode bekommen?

Es ist möglich, das erste Modul zum Kennenlernen zu nutzen. Bei Interesse empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit der Ansprechpartnerin für Weiterbildung:
Viola Rudat, T. 06207 605-120, v.rudat@odenwaldinstitut.de.
 

Januar 2024,
Sylke Brückner, Eva Gehring, Dörthe Verres

6 Seminare

Coaching als Profession: Modelle und Methoden

Coaching als Profession: Modelle und Methoden

1. Ausbildungsjahr

15.04.2024 – 24.01.2025

Ziel der Weiterbildung ist der Aufbau einer sicheren Coachingkompetenz im Spannungsfeld beruflicher und privater Lebenswelten.

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Coaching als Profession: Coaching in der Praxis

Coaching als Profession: Coaching in der Praxis

2. Ausbildungsjahr

22.04.2024 – 31.01.2025

Das anwendungsorientierte Aufbauseminar vertieft und verfeinert Kompetenz und Identität in der Profession des Coachings.

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Zertifizierung als Coach / Trainer*in dvct

Zertifizierung als Coach / Trainer*in dvct

30.04.2024

Die Zertifizierungsprüfung für Coaches/Trainer*innen dient dem theoretischen und praktischen Nachweis der Kompetenzen als Coach bzw. Trainer*in.

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It's  my life!

It's my life!

Ein Intensivseminar auf der Grundlage systemischer Transaktionsanalyse

01. – 04.07.2024

Dieses Intensivseminar ermöglicht eine tiefgehende Standortbestimmung mit dem Ziel, dem inneren Genius (wieder)nah zu kommen.

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Alles eine Frage der Methode

Alles eine Frage der Methode

Kompetenz durch Methoden und Persönlichkeit

07. – 08.10.2024

Lernen Sie das Odenwald-Institut, unsere Themen, Seminarleitenden, die Atmosphäre und Umgebung des Instituts kennen. Schnuppern Sie in Theorie und Praxis unserer vielfältigen Angebote.

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MAL was anderes!

MAL was anderes!

Die Arbeit mit Kreativität und Intuition in der systemischen Beratung und Coaching

25. – 27.11.2024

Kreative Methoden bereichern eine professionelle, lösungsorientierte Gesprächssteuerung. Sie bringen uns in Kontakt mit unserer Intuition, unbewussten Ressourcen und Handlungsoptionen.

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